Donnerstag, 3. Mai 2012

Die "goldene" Mitte Kanadas!

Hey ihr Lieben!

Ich lebe noch, habe die Einöde des mittleren Kanadas, nervende Opis und sogar die kuriose 2 Tages - Greyhoundbusfahrt überstanden.. aber dazu nun mehr!
Frisch geduscht strenge ich jetzt die Gehirnzellen an und erzähle von den letzten Wochen (frisch geduscht, wat denn da los? Ja, so ein Luxus gehört nich immer zum Reisen dazu..)
So, nach meinen wirklich wunderbaren und unvergesslichen Tagen in Yellowknife war mein nächster geplanter Stop eigentlich Saskatoon in Saskatchewan. Ein großes, fettes eigentlich!!
Ich muss dazu sagen, in meiner Vorstellung hatte ich mir vorgestellt (SINN?), dass es dort vielleicht irgendwas mit First Nations, Indianern und ein bisschen Kleinstadtfeeling mit alten Diner oder Squaredance zu sehen gibt.. Ihr wisst schon! :)
Naja, und dann stieg ich aus dem Greyhound aus und sah.. nichts! Wirklich, schon die Fahrt dahin.. ein gelbes Feld, ein grünes Feld, ein braunes Feld, ein Baum und wieder ein gelbes Feld. Wir haben Original in einer "Stadt" Pause gemacht, die aus einer Straße, 4 Häusern und einer Bushaltestelle bestand. Mitten in diesem Nichts! Ich kam mir teilweise echt vor wie in einem sehr sehr schlechten B - Roadmovie! Und Saskatoon war da nicht wirklich anders.. ok, ein paar mehr Häsuer, aber KEIN Feeling, KEINE First Nations.. Da habe ich mich noch an der Greyhoundstation dazu entschieden, den nächsten Bus direkt nach Winnipeg zu nehmen.
Gesagt, getan, kam ich 22 Stunden später dort an. Zwei Tage habe ich ausgiebiges Sightseeing und Tourikram gemacht. Fazit: Winnipeg ist ganz schön, wäre aber auch nicht tragisch gewesen, dass nicht zu sehen. Bilder würde ich euch gerne online stellen, aber mein Laptop macht Mucken und will nicht. Werden beim nächsten Post dazwischen geschoben.
Und von Winnipeg ging es dann 2 Tage nach Ottawa.
Hach ja, 2 Tage im Bus und es setzten sich so einige ulkigen Gestalten neben einen.
Zuerst glaube ich war da Ryan, der seit 2 Jahren nur am Reisen ist, schon an allen exotischen Stellen der Welt war und sich jetzt Neufundland angucken will. Dann hatte ich Peter neben mir, ein Taiwanese, der im Thunder Bay Bäume planzen geht (Fragt mich nicht warum, dass konnte er mich auch nicht so genau erklären. Aber er war zumindestens von meinem Halbangeberchinesisch, dass ich in Banff gelernt habe, sehr beeindruckt :D ).
Nicht zu vergessen, die nervigste Person, die man auf einer Busfahrt abends neben sich haben kann, wenn man schlafen will und man sich ja nicht ausbreiten kann, da diese Person neben einem sitzt: ein alter Opi! Leider weiß ich seinen Namen nicht, da er generell nicht viel geredet hat, nur Mundharmonika gespielt und einem Karten unter die Nase gehalten hat, man musste eine ziehen, damit er seine "Zauberkünste" demonstrieren kann, indem er sagt, welche Karte man gezogen hat! 20 mal hintereinander!!
Ich habe versucht, wenigstens Karten mit ihm zu spielen, aber das wollte er stur nicht und wie gesagt, reden oder auf Fragen antworten, war nicht seine Stärke. Gott, wie lang doch eine Nacht sein kann!
Zum Glück kam dannach Louise. Sie studiert Politik und internationale Beziehungen in Toronto und ist Mitglied der sozialdemokratischen Partei Kanadas, die NDP. Sie war auf dem Weg zu dem Treffen der "JuSos" (ich nenn die in Kanada jetzt auch mal so :D ) in Ottawa. Es war wirklich interessant mit ihr über die Politik in Kanada und allgemein zu quatschen.
Nachdem ich die letzten 6 Stunden mit kaputter Straße, Gestolpere und Kleinkindgeschrei überstanden hatte, bin ich abends in Ottawa angekommen! Und hatte direkt kein Bett zum schlafen..
Aber das ist eine andere Geschichte, meine Lieben!
Ich bin ziemlich ferig und werde bald wieder für euch schreiben. Wann das sein wird.. da fragt ihr mal lieben die Leute vom Future Shop, da mein Laptop die ganze Zeit hängt und morgen zur Reperatur gegeben wird.
Bis dahin,

Eure Börni




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